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Studie: Kampf um Online-Reichweite – ein teures Unterfangen für Startups PDF Drucken
(31 Stimmen)
Geschrieben von Manuel Langele   
Freitag, 29 Februar 2008
logo-normal Eine aktuelle Studie der FH Bonn-Rhein-Sieg im Auftrag der Ranking-Community woobby.com hat 46 Startups der Web 2.0-Ära zu ihren Erfahrungen bei der Vermarktung ihrer Website befragt. Darunter waren Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Angeboten wie beispielsweise amiando.de, blog.de, mymuesli.de, sevenload oder verwandt.de.

Die Ergebnisse zeigen: Um ein relevanter Spieler im Wettbewerb um die sprudelnden Online-Werbemillionen zu werden, muss zuerst einmal kräftig in Reichweite und Bekanntheit der Websites investiert werden. Über 300 Web-Startups wurden in 2007 gegründet. Aber die Vorstellung, dass im Internet alles kostenlos ist, so auch der Erfolg für junge Gründer, erweist sich als Illusion. Das Zauberwort “Viral“ hilft nur in den seltensten Fällen. Das Marketing für eine neue Website, also zu Beginn Bekanntheit und Reichweite aufzubauen, ist ein hartes und vor allem auch teures Geschäft. Die Befragung ergab, dass die Startups hierfür durchschnittlich ein Drittel ihrer Mitarbeiterressourcen einsetzen und fast 40 Prozent der gesamten Kosten auf diesen Posten entfallen.

Zwei Drittel des Kommunikationsbudgets werden in Online-Maßnahmen gesteckt, weil diese deutlich besser messbar sind. Außerdem ist bei knappem Geld die Wirkung von Marketingmaßnahmen Entscheidungsfaktor Nr. 1 bei der Verteilung von Ressourcen. Die Kosten, um 100.000 Besucher pro Monat zu gewinnen, werden von den befragten Firmen mit durchschnittlich 14.500 Euro beziffert. Die von allen Startups ersehnte “kritische Masse“ an “registrierten Nutzern“ wird nach Einschätzung von 70 Prozent der Unternehmen spätestens bei 50.000 Mitgliedern erreicht. Über 150.000 Euro, so die Einschätzung, koste demnach das Gewinnen dieser “kritischen Masse“, dies entspricht ca. 3,10 Euro pro Nutzer.

Mundpropaganda wird dabei von den Internet-Startups. als das mit Abstand wirkungsvollste Marketing-Instrument angesehen. Nur: Viralität kann sehr schwer gezielt produziert werden. Wichtige Marketingtools sind außerdem Suchmaschinenoptimierung, Keyword Advertising und PR. “Die meisten Startups haben damit positive Erfahrungen gemacht“, so Thomas Goette, Geschäftsführer von woobby. Mit der Wirksamkeit von Newslettern - obwohl von fast 90 Prozent der Startups eingesetzt – sind die Internetunternehmen jedoch nur begrenzt zufrieden.

Den größten Teil des Online-Budgets (24 Prozent) investieren die Firmen in Keyword-Advertising, gefolgt von Bannerwerbung und Affiliate Marketing (jeweils 13 Prozent). Ein Viertel des Offline-Budgets wird für PR ausgegeben, Investitionen in Messen und Ausstellungen sind der zweitgrößte Offline-Posten (15 Prozent). Kaum Wirkung zeigt hingegen der Einsatz von Werbung und PR im Radio. Der Medienbruch ist hier zu groß. Auch die von vielen Startups so geliebten Flyer (weil billig, bunt und vielfältig einsetzbar) werden fürs Marketing als wenig effizient beurteilt.

Fazit der Studie: Der Wettbewerb im Netz ist intensiv. Um eine attraktive reichweiten- und mitgliederstarke Werbeplattform zu werden, bedarf es hoher Vorabinvestitionen und einer guten Planung beim Einsatz der knappen Mittel in einem Startup.

 

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So teuer muss es nicht sein ...
geschrieben von Steffen Rühl , März 01, 2008
Hab das mal kurz durchgerechnet:
yasni hat aktuell 1,5 Mio. unique User/Monat (im Februar - also ohne Frontal 21 ;-) - macht 15 x 14.500 € = 217.500 €.

Dazu noch registrierte User für 50 k€ (die nur die email-Adresse hinterlassen haben hab ich mal weg gelassen), da hätten wir also knapp 300 k€ verbraten müssen. Selbst wenn ich mal meine Beratertagessätze da mit zugrunde lege - so teuer wars nicht ...

Aber wir sind ja auch nicht befragt worden - vermutlich sind wir noch zu klein ;-)
Stimmt
geschrieben von Stefan , März 01, 2008
Hallo Steffen,

denke auch das es nicht immer so teuer sein muss. User kosten zwar Geld, aber viele der Start-ups dürften mit weniger Kosten rechnen denke ich. Kommt natürlich auch immer auf das Produkt an, StudiVZ wird da wohl noch viel günstiger als jeder andere pro User weggekommen sein.
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