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Für ratlose Manager und auch für Spieler auf Vereinssuche gibt es seit
wenigen Wochen mit dem eine bequeme Lösung mit dem Netzwerk coojooxi.
Der
Name leitet sich vom chinesischen Wort “cujuxi” ab, das auf Deutsch
“das Spiel mit dem Fußball” bedeutet. Dahinter verbirgt sich ein
Internetnetzwerk mit potenziell 1,7 Millionen Mitgliedern allein in
Deutschland. So viele Spieler wechseln hierzulande jedes Jahr den
Verein - von den untersten Amateurklassen bis zur Bundesliga.
Allzu
oft fällt jedoch ein Spieler vom Transferkarussell, ohne bei einem
neuen Verein zu landen; an dieser Stelle kommt Lutz Wolf ins Spiel, der
die Idee zu coojooxi hatte. “Ich stand als Präsident oder sportlicher
Leiter im Amateurbereich oft vor der Frage, wo ich neue Spieler
bekomme. Da wünschte ich mir eine Internetdatenbank, wo ich den
gesuchten Spieler hätte finden können”, sagt er.
Weil
es eine solche Quelle nicht gab, hat Wolf sie kurzerhand selbst
geschaffen - coojooxi war geboren. Seit September bietet die Seite
Trainern und Scouts die Möglichkeit, interessante Spieler zu finden.
Die Kicker selbst können sich per Video oder auch mit einem Steckbrief
für die Klubs empfehlen - vom Mausklick zum Probetraining oder gar zu
einem Transfer ist der Weg dann nicht mehr weit.
“Einen
Akteur am Trainingsplatz anzusprechen, ist oft eine eher unangenehme
Sache für beide Seiten. Über unseren Dienst kann man den stillen Weg
suchen”, sagt Wolf, der neben Axel Siebenkittel einer der beiden
Geschäftsführer der Plattform ist. Das Angebot richtet sich zunächst
vor allem an Amateur- und Jugendspieler. Wolf glaubt aber, dass sich
bei ihm bald auch Berufskicker vorstellen könnten.
Für
die Verbindung in den Profibereich sorgen schon jetzt die ehemaligen
Profis Fredi Bobic, Axel Kruse und Jürgen Röber. “Wer als Fußballer
etwas erreichen will, braucht neben Disziplin und Talent auch Glück und
die richtigen Kontakte”, sagt Bobic. Letztere biete das neue Netzwerk.
Kruse zeigt dort, wie man Bewerbungsvideos dreht, Coach Röber lädt
Trainer, Spielerberater und Scouts zur Suche ein.
Bis
zum Jahresende 2007 hatte die Transferbörse schon rund 4000 Mitglieder.
Das Ziel, bis zu 20.000 Nutzer zu begeistern, wurde aber verfehlt. Das
liege vor allem daran, dass man die Seite noch nicht beworben habe,
heißt es. Siebenkittel ist optimistisch. Er glaubt, dass sich die
Zahlen potenzieren werden: “Unser Markt ist sehr groß. Es gibt 6,5
Millionen Spieler mit Pass, das ist unsere Zielgruppe.”
Quelle: Wiesbadener Tagblatt
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